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WUT-Schweißprüfung ohne Richterbegleitung

WUT-Schweißprüfung ohne Richterbegleitung am 29.08.2010 in Italien

WUT- steht für „Welt Union Teckel". Die WUT richtete am 29.08.2010 in Italien eine Internationale Schweißprüfung ohne Richterbegleitung aus.
Aufgabe war es hier, eine 1000 m lange 20-Std. bzw. 40-Std. alte Schweißfährte auszuarbeiten auf der 5 Verweiserpunkte lagen, die mitzubringen waren.

Für jedes Mitgliedsland der WUT dürfen 2 Teilnehmer starten, die sich vorher beim DTK bewerben müssen.

Als unser Mitglied Anette Kitz mir erzählte, sie habe ihre Hündin „Erbse vom Lahntal“ für diese Prüfung gemeldet, sagte ich sofort, dass ich mir diese Prüfung gerne anschauen möchte. Gesagt, getan, am 27.08.2010 morgens um 3.30 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Italien. Mittags um 13.30 Uhr kamen wir im Prüfungsörtchen Albareto in der Nähe von Parma an. Das Örtchen war sehr überschaulich. Schnell stellten wir fest, dass wir hier an der „Straße der Pilze“ gelandet waren. Egal was im Hotel auf dem Speiseplan stand – Pilze waren überall dabei. Abends kamen Autos von Pilzsammlern scharenweise vorgefahren um ihre „Beute“ abzuliefern.
Hier kamen schon erste Bedenken auf ob die Pilzsammler auch auf der Fährte anzutreffen sind.
Den nächsten Tag nutzten wir für einen Ausflug an das ca. 70 km entfernte Ligurische Meer.
Als wir am Nachmittag wieder im Hotel ankamen, hatten sich auch schon andere Nationalitäten eingefunden. Sogleich wurde man freundlich begrüßt (Erkennungszeichen Teckel). Um 18.00 Uhr fand dann eine sehr kurze Hubertusmesse und im Anschluss der Begrüßungsabend statt.

Die Lose, handgemalte Teller

Am Sonntag gegen 7.30 Uhr ging dann die eigentliche Prüfung los. Als Lose wurden sehr schöne handgemalte Teller mit Teckelbildern verwendet. Nach der Verlosung ging es bis auf ca. 1.500 Höhe in die Prüfungsreviere. Ich fragte unseren Bundesobmann, als deutschen Richtervertreter, ob ich mit den Richtern mitgehen könnte. Schnell stellte sich heraus, das die beiden anderen Richterkollegen keinen Brocken Deutsch konnten und umgekehrt, aber egal – wir versteckten uns nachdem die ersten drei Teams angesetzt wurden und warteten ab.
Nach ca. 15 min. kam der niederländische Vertreter und erklärte, er müsse noch einmal zurück, weil sein Hund keinen Verweiserpunkt gefunden hat und zwei Verweiser braucht man zum Bestehen der Prüfung.
Anette Kitz kam nach 49 min. ans Stück mit 4 Verweiserpunkten. Die Freude war groß.
Herr Zander und die zwei Italiener gratulierten.
Auf unserem Rückweg trafen wir noch auf das schweizerische Gespann welches auch noch auf der Suche nach Verweiserpunkten war – dieses Gespann hatte sich allerdings getrennt. Der Hund wartete am Stück und Herrchen war unterwegs.

Spätestens jetzt stellte ich für mich persönlich die Prüfungsordnung in Frage. Aber gut… für unser Deutsches Team bleibt festzuhalten, dass der Hund 4 von 5 Verweiserpunkten selber gefunden hat und mit diesem guten Gefühl kann man leben.

Nachdem alle Teams eingesammelt waren und keiner auf der Strecke geblieben ist, fand dann die Siegerehrung statt. Es gab nette Erinnerungsgaben und Urkunden. Den Abend verbrachten wir dann mit anderen Nationen bei gutem Essen im Hotel. Anette übersetzte die Italienische Speisekarte auf der natürlich wieder Pilze angeboten wurden.

Insgesamt gingen auf der 20-Stunden-Fährte 11 Teams an den Start. Unsere Anette belegte für Deutschland mit ihrer „Erbse vom Lahntal“ den 4. Platz.
Liebe Anette hier noch einmal herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil sowie Hut ab für den Mut dort zu melden es war ein sehr schönes verlängertes Wochenende in Italien.