Vielseitigkeitsprüfung am 25-26.09.2010
Am Samstag den 25.September war es dann wieder mal so weit. Frühmorgens, kurz nach Sonnenaufgang standen fröstelnd meist grün gewandete Hundeführer am Parkplatz Barbarossaquelle in Rodenbach. Dackelabitur!
5 Hunde waren gemeldet, 3 Rauhaar davon ein Lahntaler und zwei von der Römerschanze. Die anderen beiden ein Kurzhaar von MaJu´s und einer von der Roten Zora.
Mit Galgenhumor versuchte man die eigene Nervosität zu überspielen und hoffte innständig, daß selbige sich nicht auf den Fiffi übertragen würde.
Jeder der schon mal seinen hoffnungsvollen Teckel zu dieser schwierigsten jagdlichen Prüfung für unsere kleinen vierbeinigen Freunde geführt hat, mag sich erinnern wie das Gefühl ist, wenn die Richter kommen, ausgelost wird, die Ansprache folgt… und die Spannung bis es dann endlich losgeht.
Am vorhergehenden Nachmittag waren die Fährten kundig mit Rehwildschweiß über 600 m mit zwei Haken getupft worden, über Nacht hatte es zwar geregnet aber der Morgen war trocken und kühl. Eigentlich keine schlechten Bedingungen.
Die Richter kamen, Obmann Eckart Schweiger, Silke Brunner und Markus Kleinberg. Ein paar aufmunternde Worte an die Führer und dann begann die Prüfung offiziell mit der Ansprache des Prüfungsleiters.
Zügig ging es dann zur ersten Fährte, die leider auch gleich dem noch sehr jungen Hund zum Verhängnis wurde. Nach längerer erfolgloser Riemenarbeit brach die Führerin selbst ab. Kein schlechtes Omen aber, wie die sehr erfreuliche Arbeit des zweiten Hundes auf der nächsten Fährte zeigte. In 17 Minuten ging es in raschem Tempo zum Stück. Deutlich schwerer taten sich dann wieder die letzten drei Kandidaten, aber auch sie kamen, wenn auch mit dem ein oder anderen Patzer erfolgreich zum Stück. Vielleicht doch das Wetter?
Egal, der erste Teil war geschafft und jetzt gab es erstmal Brotzeit an der Jagdhütte. Der Wettergott hatte uns zwar vormittags ein paar Tropfen Regen gesandt, gegen Mittag hellte es aber merklich auf und die Prüfung konnte weitergehen.
Zunächst die Gehorsamsfächer. Leinenführigkeit, 5 Minuten Ablegen mit zwei Schüssen, danach ein simuliertes Treiben zur Prüfung der Standruhe.
Die verbliebenen 4 Prüflinge waren gut eingearbeitet und meisterten diesen Teil alle routiniert und ohne Probleme.
Stöbern war jetzt an der Tagesordnung. Jeder Hund bekam eine Waldparzelle zugewiesen, die er frei und großräumig abzusuchen hatte. Wild zu finden ist bei der VP im Gegensatz zur Stöberprüfung nicht erforderlich, aber auch kein Fehler.
Bewertet wird lediglich die reine Stöberarbeit. Bei diesem Prüfungsteil zeigt sich besonders die Schwierigkeit der VP. Nachdem die Hunde zuerst mit höchster Konzentration auf der Wundfährte arbeiten müssen und anschließend bei den Gehorsamsfächern ebenfalls ruhig zu bleiben haben sollen sie jetzt forsch und selbstständig ohne direkten Führerkontakt arbeiten. Dass das nicht „jederhundes“ Sache ist zeigten die unterschiedlichen Leistungen. Zwei Hunde kamen nach kurzer Zeit an Wild welchem sie lauthals folgen konnten, die anderen beiden taten sich etwas schwerer. Dennoch, alle zeigten die erforderlichen Leistungen um auch diesen Prüfungsteil zu bestehen.
Damit war der erste Tag geschafft und erleichtert trat man den Heimweg an.
Am Sonntag folgte der letzte Teil der VP mit der Spurlautprüfung am Hasen. Hierzu traf sich die Prüfungsgesellschaft zusammen mit einigen willigen Helfern um 9 Uhr in Schöneck Kilianstädten. Das Wetter war herbstlich schön aber kühl, die Felder noch nass vom Tau. Keine optimalen Bedingungen für den Hasen, aber auch keine extrem schlechten.
In breiter Front stapfte man dann durch die Felder auf der Suche nach den, hoffentlich zahlreich vorhandenen, Hasen.
Zunächst sah auch noch alles gut aus und nach 20 Minuten hatten zwei Hunde eine sehr gute Arbeit abliefern können. Die ersten Witze wurden gemacht, was man denn mit dem angebrochenen Vormittag noch so machen könne, einen Frühschoppen vielleicht? Aber wie immer kam es anders. Der nächste Hase ging über den blanken Acker und der zu prüfende Hund hatte keine Chance die Spur rechtzeitig aufzunehmen, also weiter. Und es kam schlimmer!
Der nächste Hase wollte nicht auftauchen! Nicht nach einer Stunde stetem Marschierens durch die gottlob nicht zu sehr aufgeweichten Felder, auch nicht nach der zweiten. Es war wie verhext, das Revier leegefegt. Langsam wurden die Beine schwer, die Lust war im Keller und es waren noch zwei Hunde zu prüfen.
Dann endlich, assistiert durch den sauber vorstehenden Deutsch Drahthaar von Ewald Käsemann der nächste Hase, der erfolgreich gearbeitet werden konnte. Dann in einer Senke der nächste. Aber wie es der Teufel will beim, Verfolgen der Fährte sticht der Prüfling einen weiteren Hasen (wo vorher gar keine waren sind es auf einmal zwei) auf und verfolgt diesen laut aber eben auf Sicht. Das kann man nicht werten. Wieder weitersuchen.
Gott sei dank nach wenigen Metern der nächste Hase und diesmal eine erfolgreiche Arbeit für den Hund.
Mittagessen im Klubheim. Es gibt Chili con Carne, schön scharf und kühles Bier, wir haben es uns wirklich verdient nach dieser Hatscherei.
Bewertet wird lediglich die reine Stöberarbeit. Bei diesem Prüfungsteil zeigt sich besonders die Schwierigkeit der VP. Nachdem die Hunde zuerst mit höchster Konzentration auf der Wundfährte arbeiten müssen und anschließend bei den Gehorsamsfächern ebenfalls ruhig zu bleiben haben sollen sie jetzt forsch und selbstständig ohne direkten Führerkontakt arbeiten. Dass das nicht „jederhundes“ Sache ist zeigten die unterschiedlichen Leistungen. Zwei Hunde kamen nach kurzer Zeit an Wild welchem sie lauthals folgen konnten, die anderen beiden taten sich etwas schwerer. Dennoch, alle zeigten die erforderlichen Leistungen um auch diesen Prüfungsteil zu bestehen.
Damit war der erste Tag geschafft und erleichtert trat man den Heimweg an.
Am Sonntag folgte der letzte Teil der VP mit der Spurlautprüfung am Hasen. Hierzu traf sich die Prüfungsgesellschaft zusammen mit einigen willigen Helfern um 9 Uhr in Schöneck Kilianstädten. Das Wetter war herbstlich schön aber kühl, die Felder noch nass vom Tau. Keine optimalen Bedingungen für den Hasen, aber auch keine extrem schlechten.
In breiter Front stapfte man dann durch die Felder auf der Suche nach den, hoffentlich zahlreich vorhandenen, Hasen.
Zunächst sah auch noch alles gut aus und nach 20 Minuten hatten zwei Hunde eine sehr gute Arbeit abliefern können. Die ersten Witze wurden gemacht, was man denn mit dem angebrochenen Vormittag noch so machen könne, einen Frühschoppen vielleicht? Aber wie immer kam es anders. Der nächste Hase ging über den blanken Acker und der zu prüfende Hund hatte keine Chance die Spur rechtzeitig aufzunehmen, also weiter. Und es kam schlimmer!
Der nächste Hase wollte nicht auftauchen! Nicht nach einer Stunde stetem Marschierens durch die gottlob nicht zu sehr aufgeweichten Felder, auch nicht nach der zweiten. Es war wie verhext, das Revier leegefegt. Langsam wurden die Beine schwer, die Lust war im Keller und es waren noch zwei Hunde zu prüfen.
Dann endlich, assistiert durch den sauber vorstehenden Deutsch Drahthaar von Ewald Käsemann der nächste Hase, der erfolgreich gearbeitet werden konnte. Dann in einer Senke der nächste. Aber wie es der Teufel will beim, Verfolgen der Fährte sticht der Prüfling einen weiteren Hasen (wo vorher gar keine waren sind es auf einmal zwei) auf und verfolgt diesen laut aber eben auf Sicht. Das kann man nicht werten. Wieder weitersuchen.
Gott sei dank nach wenigen Metern der nächste Hase und diesmal eine erfolgreiche Arbeit für den Hund.
Mittagessen im Klubheim. Es gibt Chili con Carne, schön scharf und kühles Bier, wir haben es uns wirklich verdient nach dieser Hatscherei.
Nach kurzer Rechnerei standen die Ergebnisse fest. Vier von fünf Hunden hatten bestanden, die Richter gratulierten den erfolgreichen Führern mit den Urkunden.
Mein persönlicher Dank gilt den Richtern für ihre faire Arbeit, den Fährtenlegern, Köchinnen und allen anderen Helfern, die es uns immer wieder ermöglichen diese Prüfung erfolgreich durchführen zu können.
Die folgenden Hunde erreichten alle den 3 Preis.
Garibaldi vom Lahntal, Bettina Schütte
Aaron von der Römerschanze, Bertwin Kaufmann
MaJu´s Anton, Klaus-Dieter Kaiser
Birke von der Roten Zora, Jörg Falkenberg
Dr. A. Treitl
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