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Hessensuche - WUT - Chorin - Hoherodskopf 2010

Nachdem sich Erbse am 13.06.2010 bei der Hessensuche die Fahrkarte nach Chorin erschnuffelt hatte, begann für uns eine aufregende Zeit. Denn schon Anfang des Jahres hatten wir uns als Gespann für die WUT Schweiß ohne Richterbegleitung, Italien, beim DTK beworben. 1 Tag vor der Hessensuche gabs grünes Licht von Herrn Zander für die Teilnahme. Die Prüfung in Italien war ein Erlebnis und haben wir mit gutem Ergebnis abgeschlossen, danach freuten wir uns auf Chorin. Am 10. September machten wir uns auf den Weg, zur letzten Bundessiegersuche in Chorin-Schorfheide, das ist schon ein Begriff und wir waren sehr gespannt was uns erwartet.
Am ersten Abend in Chorin fand ein gemeinsames Abendessen mit Organisatoren, Richtern, Führern und Begleitern statt. Nach der Begrüßung stellten sich die Hundeführer nacheinander vor. Das eine oder andere Gesicht kannte ich schon und nach der Vorstellung kamen mir kurz Zweifel, ob wir wirklich schon dazu gehören, geballte Schweißführer-Erfahrungen schwebten durch den Raum. Egal, jetzt stellen wir uns der Herausforderung, wäre ja auch gelogen, wenn ich nicht gerne dorthin gefahren bin. Einzig die Tatsache, dass gerade jetzt meine Dackeldame läufig werden musste, trübte etwas die Vorfreude, wird sie wirklich so arbeiten wie gewohnt oder ist sie zu sehr Diva um ihre Arbeit zu machen. Am nächsten morgen um 7.30 Uhr gings los mit der Auslosung, wir hatten zwar die 2. Fährte gezogen, mussten aber als Letzte starten, um 14.30 Uhr wurden wir ins Revier gefahren, 3 Gespanne unserer Gruppe waren bis dato nicht ans Stück gekommen, das vierte Gespann hatte es geschafft. „So Erbse jetzt gilts“ dachte ich mir. Erbse meisterte ihre Fährte, ohne Diva-Allüren, kontrollierte nochmals äußert genau frische Rotwildverleitung, was mir fast die Nerven raubte, und brachte mich nach 50 Minuten (gewohnte Erbsenarbeitszeit) ans Stück, prima Schnuffelhund, auf dich ist Verlass, 100 Punkte 1.Preis.

Die nächste Herausforderung nahte schon, durch die bestandene Hessensuche wurde ich vom Landesverband zur Verbandschweißprüfung auf dem Hoherodskopf gemeldet, kurzes Überlegen, 20 Std. und 40 Std. SW hatten wir uns schon erlaufen, was tun, unser LV Gebrauchsobmann Wolf Liebhold meinte nur „Mädel, dann läufst Du halt die 20 Std. Fährtenschuh“. Okay Fährtenschuh, wie geht das, wer kann das? Nun gut, dann haben wir zwischen der WUT und Chorin 2 Übungsfährten gearbeitet und am 09. Oktober stellten wir uns dieser Aufgabe, mit schlafwandlerischer Treffsicherheit zog ich mal wieder die letzte Losnummer, was wieder langes Warten bedeutete. In unserer Gruppe waren neben Teckel Erbse noch 3 Bracken. Bei herrlichen Herbstwetter warteten wir auf unseren Einsatz, zum Daumendrücken war Fred Brack mitgekommen (Besitzer von „Duro vom Lahntal und mit 83 Jahren noch superfit), was mich ganz besonders gefreut hat. Endlich um 14.00 Uhr ging es los, Erbse vorher noch sehr schläfrig, witterte ihre Stunde, nahm den Anschuss gut an und zog los, über eine Wiese hat sie kurzfristig den Fährtenverlauf geändert, kam dann aber wieder auf die richtige Spur, ab durch den Wald, dann ca. 50 m vor uns ein wechselndes Reh, das fand sie so interessant, das wir einen Abruf kassierten, nachdem ich sie etwas vorgetragen hatte, lief sie wieder wie am Schnürchen, verwies mir noch 3 von 4 Tropfbetten, die recht sparsam getreten werden (da lob ich mir doch unsere Wundbetten) und kam nach 60 Minuten ans Stück, bestanden mit FS 3.

Das war ein Superjahr mit Erbse, danke meine gute Schnuffelnase, und vielen Dank an Walter Probst, Silke Brunner, Ewald Käsemann fürs Übungsfährten legen , beruhigen, Mut zu sprechen und Danke an meinen Markus, der meine Launen vor den Prüfungen tapfer ertragen hat und immer an das Gespann Erbse und Anette geglaubt hat.

....und hier der Bericht...

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